Herstellung, Handel & Direktvermarktung

Neue Marktpartner 

Mit einem Jahresumsatz von 17 Milliarden Euro hat Bio im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht, getragen von engagierten Unternehmer*innen und überzeugten Verbraucher*innen. Bio legt also weiter zu und auch der Bio-Fachhandel hat die Umsatz-Trendwende geschafft. Die Umsatzzuwächse liegen erstmals seit 2021 wieder über der Inflationsrate. Das sind erfreuliche Entwicklungen, die zeigen, dass die Kund*innen Bio wertschätzen und Lebensmittel einfordern, die auf Tierwohl und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einzahlen. Und das in allen Einkaufsstätten. Das ist ein wichtiges Signal an den Handel, aber auch an die zuliefernden und umstellungsinteressierten Betriebe und Hersteller. So konnte auch Bioland im vergangenen Jahr 100 neue Unternehmen aus Handel, Herstellung und Gastronomie im Verband willkommen heißen. Sie alle stehen für eine Land- und Lebensmittelwirtschaft der Zukunft.

Bester Bio-Hofladen

Die Verbraucher*innen haben entschieden: Deutschlands bester Bio-Hofladen 2024 ist der Herbst-Hof  im sächsischen Oschatz. Das ergab die Leserwahl des Bio-Magazins Schrot&Korn. Gemeinsam mit weiteren 17 Bioland-Edelmetall-Gewinnern wurde der Herbst-Hof auf der Biofach in Nürnberg bei einer feierlichen Gala geehrt. Auch in diesem Jahr übernahm Bioland die Patenschaft für die Rubrik Hofladen. 

In einem gut sortierten Bio-Hofladen bekommt man heute so ziemlich alles, was man für den Wocheneinkauf braucht. Dass dieses Angebot so viele nutzen, kommt nicht von ungefähr, denn transparenter kann man Lebensmittel nicht einkaufen: Bio-regional und direkt vom Hof, auf dem die Lebensmittel erzeugt oder hergestellt wurden. Und nicht selten ist die Person, die einem die Bratwurst oder das Stück Käse einpackt, auch schon Teil der Produktionskette zuvor gewesen. Das ist Landwirtschaft zum Anfassen! Dem Herbst-Hof und allen anderen Bioland-Gewinnern gratulieren wir herzlich zu dieser tollen Auszeichnung.


Neues aus dem BVH

Partner-Treff & Mitgliederversammlung

Unter dem Motto „Wir gestalten gemeinsam Zukunft – mutig, vielfältig und innovativ“ lud der Vorstand des Bioland Verarbeitung & Handel e.V. im Oktober zum BVH-Partner-Treff (inkl. Mitgliederversammlung) nach Leipheim (BY) zu unserem Bioland-Gastro-Partner „Waldvogel“ ein. Neben einer Betriebsführung, Berichten und konstruktivem Austausch wurde auch die aktuelle Bioland-"Sieben Prinzipien-Kampagne" vorgestellt.

Kulinarische Botschafter*innen für mehr Bio in AHV

Die Zielvorgabe von 30 Prozent Bio-Lebensmittelanteil in Gemeinschaftsverpflegungs-Einrichtungen bietet Bioland ein großes und noch nicht hinreichend ausgeschöpftes Potential, den Bereich der Außer-Haus-Versorgung noch aktiver beratend zu begleiten. Vor diesem Hintergrund wurde im BVH die Idee der Kulinarischen Botschafter*innen geboren. 

Um mehr Bioland-Rohware im Außer-Haus-Markt zu platzieren, im Aufbau neuer Gastro-Netzwerke, Kooperationen und Wertschöpfungsketten zu unterstützen und bestehende Netzwerke zu stärken meldete sich Thorsten Pitt, der im BVH-Vorstand die Gastronomiebranche vertritt, als erster Kulinarischer Botschafter Biolands. Um im gesamten Bioland das Netzwerk zu verstärken, konnten mit Melanie Ebner, Stefan Gerhardt  und Max Korschinsky auf der Mitgliederversammlung drei weitere Kulinarische Botschafter*innen hinzugewonnen werden.


Bestnoten für Bioland-Brote

Vom Einfachen das Beste! Ein gutes, frisch gebackenes Brot und dazu beste Butter. Mehr braucht es nicht. Aber, was ist ein gutes Brot? Wir haben es für euch herausgefunden.

Ob Powerwurzel oder das Opa-Heinz-Brot, bei der Bioland-Qualitätsprüfung für Brote 2024 haben 14 Bäckereien aus ganz Deutschland ihre Backkreationen ins Rennen geschickt. 50 der 62 geprüften Brote beurteilte die Fachjury mit Gold und 12 mit Silber. Die dritte Bewertungsstufe in Bronze blieb in diesem Jahr unbesetzt. Ihre Auszeichnungen erhielten die Bioland-Betriebe Ende Oktober auf der Südback in Stuttgart.

In den Backstuben unserer Bioland-Partner-Bäckereien wird mit höchstem Qualitätsanspruch und der wichtigsten Zutat, nämlich Zeit, gebacken. Die teilnehmenden Betriebe haben wieder einmal gezeigt, dass sie ihr Handwerk meisterhaft beherrschen. Glückwunsch an alle Bäckereien und danke für eure tolle Arbeit! Die Ergebnisse sind hier einsehbar.
 

Inspiration für die eigene Direktvermarktung  

Im Jahr 2024 bot das Direktvermarktungsteam zahlreiche Gelegenheiten für persönlichen Austausch und Inspiration, wie beispielsweise die zwei Direktvermarktungs-Exkursionen sowie das zweitägige Forum Direktvermarktung 2024 – perfekt direkt. 

Die Exkursionen führten im Frühjahr nach Koblenz und im Herbst nach Bremen. Dabei konnten die Teilnehmenden eine beeindruckende Vielfalt an Betrieben kennenlernen. Vom Gemüseabo über vielfältige Hofgemeinschaften und Bioland-Gastronomiebetrieb bis hin zu spannenden Hofläden und Verarbeitern gab es viel zu entdecken.    

Das zweitägige Forum Direktvermarktung 2024 – perfekt direkt, das Ende September stattfand, bot den Teilnehmenden in einer herausfordernden Marktlage die Möglichkeit zur Entwicklung neuer Ideen. Die Fachvorträge erweiterten den Horizont zu übergeordneten Themen wie der Wirkung von Sprache und persönliche Reflexion und gaben praktische Tipps zur Warenpräsentation, Gestaltung und zum Verkauf.

Die Wirtschaftlichkeit der (Bio)-Direktvermarktung

Im Rahmen des Projekts „Die wirtschaftliche Bedeutung der Bio-Direktvermarktung“ (WiBiDi), gefördert durch das Bundesprogramm ökologischer Landbau (BÖL), arbeitet Bioland an der Weiterentwicklung des bisherigen Angebots der betriebswirtschaftlichen Analyse von Hofläden. 2024 wurde die technische und inhaltliche Entwicklung des Online-Tools umgesetzt. In den ersten 50 bundesweiten Betriebsbesuchen (Marktstände, Automaten, Hofgastronomie, Online-Shop, Fleischpakete und Lieferdienste) wurden die Daten der ersten teilnehmenden Direktvermarktenden erhoben. Die Betriebe erhalten eine aktuelle Analyse ihrer einzelnen Betriebszweige und können sich anhand der ermittelten Kennzahlen mit ähnlich strukturierten Betrieben vergleichen. Dadurch werden Stärken und Schwächen des Betriebszweigs aufgezeigt.  

Bereits seit August 2023 läuft das gemeinsame Projekt vom FiBL Deutschland, der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) und Bioland e.V., mit dem Ziel, die volks- und betriebswirtschaftliche Bedeutung der Bio-Direktvermarktung in Deutschland zu erheben. 

www.kenndi.de

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